Reisebericht

Dezember 2020 – Januar 2021

Seit dem 4. Januar 2020 sind alle Schulen wieder geöffnet. Viele Schulen wurden komplett geschlossen, so dass jetzt mehr Schüler in der Johnmercy Vision Academy sind als zuvor, aktuell ca. 200. Erlaubt sind Corona-bedingt nicht mehr 40 Kinder pro Klasse, sondern nur so viele, dass sie einen mit Abstand von 1,5 m einhalten können. Um das so gut wie möglich umsetzen zu können, hat John 20 zusätzliche Schulbänke für die Räume gekauft, in denen der Platz zur Entzerrung vorhanden ist.  Der Staat ordnet den Abstand und die Hygiene-Maßnahmen zwar an, unterstützt sie aber finanziell nicht.

Die Prüfungen der Achtklässler, die normalerweise im Dezember stattgefunden hätten, werden im März 2021 nachgeholt. Aufgrund der höheren Schülerschaft übernachten auch mehr Jugendliche in der Schule, um sich auf die Abschlussprüfungen vorzubereiten. Um dem gerecht zu werden, hat John  15 neue Betten gekauft.

Auch die Lehrer/Innen nutzen verstärkt die Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe der Schule, um keine unnötigen Wege zurücklegen zu müssen. Auf dem benachbarten Grundstück gibt es bereits fünf Zimmer, die zwar nur 2x3 Meter groß sind, aber genau für ein Bett reicht. Andere haben im Zentrum ein Zimmer für ca. 5,00€/Monat gemietet.

Nach dem Prüfungstermin bleiben nur noch die Kleinsten bis zur 4. Klasse in der Schule, für die höheren Klassen schließt die Schule. Im Juli wird sie wieder für alle geöffnet werden.

Seit Januar ist auch ein 2. Wachmann für den Tag angestellt, der u.a. jeden Morgen die Temperatur der Kinder kontaktlos misst. Eltern oder andere Besucher müssen einen Termin vereinbaren, damit sie Zutritt zur Schule bekommen. Alle Personen, die auf das Gelände kommen, werden protokolliert – auch die Wasserlieferanten.

Wasser

Momentan werden 60 Kanister Wasser pro Tag benötigt. Daher wird der Bau eines Brunnens immer dringlicher und soll demnächst professionell in Auftrag gegeben werden.

Strom

In der ganzen Schule gibt es jetzt Licht, es fehlt lediglich noch eine neue, vierte Batterie (drei sind schon vorhanden). Für den Anschluss von Computern reicht die Spannung noch nicht – dafür brauchte es zusätzliche Paneele und Batterien.

Anschaffungen

Am 4.1. hat John Bücher, kleine Stühle und Tische aus Plastik (für die kleinen Klassen) sowie NEUES Plastikgeschirr gekauft. In Planung sind Spielplätze und Spielmöglichkeiten - besonders für die Kleinsten - und ein Volleyballfeld für die Älteren.

Abschließend noch eine gute Nachricht vom Straßenbau: Die Straße zwischen Mombasa und Kitui wurde komplett geteert, so dass die Fahrt jetzt „nur“ noch ca. 6 Stunden dauert.

John Mwanza

Corona Update (28.04.2021)

Seit dem 27.03.2021 sind 5 Bundesländer (Countys) im Lockdown, d.h. es darf weder ein- noch ausgereist werden – so z.B. auch Nairobi. Flüge finden zwar statt, jedoch darf man von dort aus nicht weiter reisen. Unsere Schule liegt  im County Kitui und ist vom Lockdown nicht betroffen.
Die Abschlussprüfungen fanden wie neu geplant im März statt. Seit Ostern sind Ferien, die noch bis zum 10.05. anhalten. Danach kommen die Klassenstufen 1-4 zurück bis Juli, wenn alle anderen ebenfalls wieder die Schule besuchen werden.

Corona Update (28.02.2021)

Seit dem 4. Januar 2021 sind alle Schulen wieder geöffnet. Viele Schulen mussten komplett schließen, so dass jetzt mehr SchülerInnen als zuvor in der Johnmercy Vision Academy sind - aktuell ca. 200. Erlaubt sind nun nicht mehr 40 Kinder pro Klasse, sondern nur so viele, dass sie einen Abstand von 1,5 m einhalten können. Der Staat ordnet den Abstand und die Hygiene-Maßnahmen an, unterstützt sie aber finanziell nicht.
Die Prüfungen der Achtklässler, die normalerweise im Dezember 2020 stattgefunden hätten, werden im März nachgeholt. Nach diesem Termin bleiben nur noch die Kleinsten bis zur 4. Klasse in der Schule, für die höheren Klassen schließt die Schule. Im Juli soll sie dann wieder für alle geöffnet werden.
Seit Januar ist ein 2. Wachmann für den Tag angestellt. Am Eingang zur Schule misst dieser jeden Morgen die Temperatur der Kinder. Liegt sie höher als 37,8°C, werden die Kinder nach Hause geschickt. Hier ist sogar ein kontaktloses Fiebermessen möglich.
Eltern und andere Besucher müssen einen Termin vereinbaren, um Zutritt zur Schule zu bekommen. Alle Personen, die auf das Gelände kommen, werden protokolliert – selbst die Wasserlieferanten
Momentan gibt es als Vorsichtsmaßnahme eine Ausgangssperre zwischen 22:00 und 05:00 Uhr. In Kenia ist das Virus nach wie vor nicht sehr stark verbreitet.

Corona-Update (30. November 2020)

Inzwischen haben 25 Kinder der 4. und 16 SchülerInnen der 8. Klasse wieder Unterricht im Schulgebäude. Letztere nutzen die Schule auch als Internat und schlafen dort. Erstmalig  übernachten sogar auch einige LehrerInnen im separaten Lehrer-Gebäude. Der tägliche Hin- und Rückweg bedeutet zu viele Fahrtwege in Corona-Zeiten. Auch hierfür benötigt die Schule dringend weitere Betten (keine Etagenbetten).

Warum ausgerechnet die 4. und die 8. Klasse? Das liegt an Neuerungen im Schulsystem, die ab 2021 in Kraft treten werden (Einzelheiten dazu folgen im nächsten Jahr).

Gute Neuigkeiten gibt es bezüglich der Stromversorgung: die Leitungen sind bereits auf dem Schulgelände verlegt und müssen nur noch mittels eines Generators und evtl. einiger Solar-Paneele aktiviert werden. John wird im Dezember nach Kenia fliegen und uns im neuen Jahr auf den aktuellen Stand bringen.

Corona-Info

Auch vor Kenia macht das Corona-Virus nicht Halt. Bis heute gab es glücklicherweise noch keinen Krankheitsfall in der Gemeinde Kamulu, in der sich die Johnmercy Vision Primary School befindet.Trotzdem wurde die Schule aus Sicherheitsgründen am 15.03. geschlossen. Es wurde allgemein dazu aufgerufen, den Unterricht online durchzuführen. Das gleicht einem Hohn, denn in den ländlichen Gegenden verfügt längst nicht jeder über Strom, geschweige denn über einen PC oder Internetverbindung. Vom Staat wurde darüber hinaus allgemeiner Schulunterricht für die verschiedenen Unterrichtsstufen über das Fernsehen angeboten. Auch dies: für viele Familien unrealistisch.

Also sind die LehrerInnen der Johnmercy Vision Primary School erfinderisch geworden. Seit April besuchen die KlassenlehrerInnen ihre SchülerInnen zuhause, versorgen sie mit Aufgaben und sammeln die schriftlichen später zur Korrektur ein. Dabei verteilen sie dann wieder neue Aufgaben usw. Das ist in der Tat sehr aufwendig, da die Kinder einer Klasse nicht alle in derselben Gegend wohnen.  

Die Betreuung der Kinder aus der Baby Class und Nursery Class obliegt ausschließlich deren Familien, weil sie noch so klein sind. Die ErzieherInnen dieser Klassen helfen den anderen LehrerInnen bei den Hausbesuchen der älteren Kinder.

Bis zum 10.07. erfuhren die 16 SchülerInnen der Abschlussklasse (8. Schuljahr) besondere Förderung durch das Lehrpersonal bei sich zuhause, da die Examen bevorstanden. Zu „Pandemie-freien“ Zeiten bleiben diese SchülerInnen sogar über Nacht  in der Schule (Internat), um sich intensiv darauf vorzubereiten.  Doch diese Maßnahme ist jetzt vorbei: Bundesweit wurde festgesetzt dass in diesem Jahr keine Abschlussprüfungen stattfinden werden. Das bedeutet auch, dass alle SchülerInnen dieses Schuljahr wiederholen müssen – egal, welche Klassenstufe.

Der Verein bezahlt selbstverständlich weiterhin die vollen Gehälter der Angestellten. Gerade durch deren Engagement und Mehraufwand, sind diese zurzeit besonders gefordert. Wir freuen uns daher – gerade jetzt – über Ihre fortlaufende Unterstützung und bedanken uns an dieser Stelle ausdrücklich.

Kontakt

Wir sind für Sie da

Friends of Kamulu e.V.
Hagelberger Straße 49
10965 Berlin

Telefonnummer: +49/030/6485738
E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

fok claim