Jahresbericht 2018 des Vereins „Friends of Kamulu e.V.“

Jahresbericht 2018

Im April haben Dr. Alexander Kendzia (1. Vorsitzender des Vereins) und John Mwanza die Schule besucht. Ausgerechnet zu einer der heftigsten Regenzeiten seit Jahren: Die Straßen waren z.T. unpassierbar und das ganze Projekt wäre beinahe gescheitert. Doch dank des erfahrenen Fahrers und günstiger Regenpausen, konnten sie die Schule dennoch besichtigen, mit Lehrern sprechen, den Unterricht erleben und die gute Entwicklung der Schule bestätigen. Ein ausführlicher Reisebericht ist auf unserer Homepage zu finden.

Die Schule braucht dringende Renovierungen und Erneuerungen. Ein unerfreuliches Phänomen sind Termiten, die sich ihren Weg bahnen. Alle Holztüren der Klassenzimmer waren angefressen und mussten ersetzt werden. Zwei wurden bereits durch Metalltüren ersetzt. Im Büro des Direktors ist durch den Stein-gefliesten Boden an der Wand entlang ein Termitenhügel gebaut worden. Richtig unerträglich aber ist der Anblick von durch Termiten angefressene Schulbänke aus Holz: die Beine waren angefressen und die Tischplatten an den Rändern ausgefräst, mit schwarzen Termitenbauten darauf. Wenn man die Bänke anhob und auf den Boden krachen ließ, brachen die Bauten teilweise ab und die beigefarbenen kleinen Sechsbeiner krabbelten aufgeregt überall herum. So können Kinder nicht ungestört lernen.  Eine Lösung dafür ist, im Austausch Metalltische mit Holzplatten vor Ort bauen zu lassen.

Was gab es noch in 2018: die Schule wurde von der Schulaufsichtsbehörde aufgefordert, die Sicherheitsmaßnahmen für die Kinder zu erhöhen. So soll z.B. ein Zaun oder eine Mauer rund um das Schulgelände gebaut bzw. errichtet werden. Der ehemalige Haupteingang befindet sich an der Hauptstraße – ein hohes Risiko für die Kinder, wenn „viele“ Autos kommen. Die „Hauptstraße“ ist zwar nicht mit der gleichnamigen Straße in Berlin, Teil der B1, zu vergleichen, denn sie ist eine Sandpiste mit tiefen, vom Wetter ausgewaschenen Abbrüchen und Löchern. Daher jedoch nicht minder gefährlich für Autofahrer und in Gedanken verloren spielende Kinder. „Viele Autos“ bedeutet etwa das Verkehrsaufkommen einer kleinen Landstraße in Mecklenburg-Vorpommern, aber schon ein Auto kann eben eine Gefahr sein.

Der neue Eingang befindet sich seitlich des Spielplatzes; hier ist es viel ruhiger und vor allem sicherer. Die Maßnahmen dafür haben bereits begonnen, konnten aber aufgrund fehlender finanzieller Mittel noch nicht fertig gestellt werden.

Wie in jedem Jahr wurden die Schulabgänger der 8. Klasse im Rahmen des jährlichen Schulfestes feierlich verabschiedet. 15 von 16 Abgängern haben den nationalen Abschluss bestanden. Auf die Abschlussergebnisse bezogen hat die Johnmercy Vision Academy von 17 Schulen aus dem Bezirk den 2. Platz belegt. Die anderen Schüler*innen bekamen kleine Preise für gute Leistungen und bereicherten das Fest mit Musik- und Theatervorstellungen.

Im August 2018 wurde außerdem ein Übernachtungshaus für Lehrer*innen gebaut. Insgesamt haben fünf von elf diese Möglichkeit genutzt, da einige von weit weg kommen. Das Haus befindet sich auf dem Schulgelände. Jede/r Lehrer/in hat ihr/sein eigenes Zimmer und muss dafür nichts bezahlen. 

Im September 2018 hat der 1. Vorsitzende Dr. Alexander Kendzia anlässlich seines Geburtstags um Spenden für den Verein statt Geschenke gebeten. Besonders gefreut hat uns, dass über die schon bestehenden hinaus einige weitere sogenannte „Lehrerpatenschaften“ übernommen wurden. Damit sind monatliche Überweisungen gemeint, um das Gehalt eines Lehrers dauerhaft zu finanzieren, da die Lehrer*innen trotz gegenteiliger Zusagen weiterhin nicht vom Staat bezahlt werden. Die Lehrerpatenschaften sind ein wichtiger Garant für den weiteren Erfolg des Vereins!

Wir bedanken uns bei den vielen Freunden und Wegbegleitern, die den Verein durch ihre Spenden und Lehrerpatenschaften tatkräftig unterstützen: Ihr seid es, die die Weiterentwicklung der Schule sichert und die Visionen weiter vorantreibt!

Berlin, 01.04.2019

Zum Bericht inklusive Bilder geht es hier

fok claim