Jahresbericht 2015 des Vereins „Friends of Kamulu e.V.“

2015 war ein erfolgreiches Jahr sowohl für die Schule als auch für den Verein. Dank diverser Spenden war genügend Geld vorhanden, um kontinuierlich weiter an der Schule zu bauen.

Die 8. Klasse wurde fertiggestellt; es gibt mehr Kinder in der Schule und natürlich fällt damit mehr Unterricht an. Auch die Baby class, Preunit class und die 1. Klasse haben jeweils mehr Kinder. Die Zahl der Lehrer wurde deshalb insgesamt auf 11 erhöht.

Das Gelände der Schule wurde an einigen Stellen von den Kindern mit Blumen bepflanzt. Die alte Toilette wurde umgebaut nachdem das Gesundheitsamt gefordert hatte, dass Lehrer und Kinder getrennte Toiletten  haben müssten. Die Toilette für die Kinder war in keinem sehr guten Zustand und wurde in besserer Lage neu aufgebaut. Nach und nach bekommen die Klassenzimmer Fenster und/oder Gitter davor.

Das Jahres-Schulergebnis war wieder sehr gut; offizielle Daten liegen noch nicht vor, aber nach Aussage des Schuldirektors waren die Resultate insgesamt überdurchschnittlich und das beste Kind hat 460 von 500 Punkten erreicht. Der Schuldirektor hat zum Schuljahresende im November und vor Beginn der Ferien eine kleine Feier für die Kinder, Eltern und Lehrer organisiert. Es gab Aufführungen der Kinder und wie in jedem Jahr haben die Kinder mit den besten Ergebnissen kleine Geschenke erhalten. 

Im Dezember sind die Schüler der Klassen 6 und 7 wieder in die Schule gekommen, um sich auf die nationale Prüfung vorzubereiten. Es wurde auch wurde mit dem Bau des 8. Klassezimmers begonnen. 1000 Steine wurden gekauft, die zunächst nicht reichten, so dass noch einmal 1000 dazu gekauft wurden. Das Klassenzimmer konnte noch im Dezember fertiggestellt werden. Im Januar 2016 konnten die Kinder die Klasse beziehen.

In diese Zeit fiel auch der erneute Überprüfungsbesuch des Gesundheitsamts und des Schulministeriums.  Nach diesen Besuchen erhielten wir folgende Auflagen: Der Raum, der einst in zwei Räume geteilt wurde, muss wieder in einen zurück gebaut werden, weil die Teilräume zu klein sind. Außerdem muss ein extra Speiseraum gebaut werden, weil die Kinder nicht im Freien essen sollen.

Mit dem Bau eines Speiseraums wurde bereits begonnen. Dafür mussten insgesamt noch zusätzlich zwei Ladungen Steine à je 1000 Stück gekauft werden. Im Moment fehlen nur noch Tische und Stühle.

Wir erinnern uns, dass im Jahr 2013 das Haus von Johns Eltern nur wenige Zentimeter von der neu erbauten Küche stand. Der Plan war, dass das Haus der Eltern abgerissen und an anderer Stelle neu aufgebaut werden sollte. In 2015 ist das Haus auf einmal eingestürzt - zum Glück war gerade niemand im Haus. Das neue Haus musste nun zwangsläufig gebaut werden. An der alten Stelle steht jetzt der neue Speiseraum.

Ausblick 2016

Schule

Die abschließenden Feinarbeiten an den beiden letzten Gebäuden wurden im Januar 2016 vorgenommen. Es sind moderne Gebäude, die spätestens im März 2016 komplett fertig sein werden.

Im nächsten Jahr soll die Schule die sogenannte „permanente Registrierung“ durch das Land Kenia erhalten, da sie zuvor nur vorübergehend für 18 Monate registriert wurde. Das bringt viele Vorteile: die Schulabschlüsse werden offiziell anerkannt, und die Schule kann auch an Sportevents und Wettkämpfen teilnehmen.

Für die Zukunft wird eine polytechnische Berufsausbildung nach Ablauf der Grundschule vor Ort angestrebt. Das ist für die Kinder gedacht, die nach der 8. Klasse nicht auf die weiterführende Sekundärschule gehen können, da diese privat gezahlt werden muss. Die Leistungsstärksten bekommen Stipendien.

Sanitätsstation

Langfristig ist immer noch der Aufbau einer Sanitätsstation geplant. Stromanschluss und abschließbare Türen sind in der bereits vom Staat gebauten, aber nicht in Betrieb genommenen Einrichtung vorhanden. Diese besteht aus zwei Räumen und einer Wartezone.

Wassergewinnung

Das Thema Wassertank wird für 2016 erneut aufgenommen. Ein Bodentank ist sinnvoller als ein überirdischer, da der Bau schneller geht und preiswerter ist. Bei zwei Tagen Regen in der Hauptregenzeit könnten 20.000 Liter Wasser gesammelt werden und würden lange zur Verfügung stehen. Pro Tag werden ca. 500 Liter Wasser verbraucht (Kochen und Geschirr spülen).

Wir bedanken uns bei allen, die den Verein durch Spenden unterstützt haben!

Berlin, 26.03.2016

Zum Bericht inklusive Bilder geht es hier

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